Finden Sie es gut das die IHK Mütter bei der Selbstständigkeit behindert
Mittwoch, 22. Juli 2009
Ost-Sparkasse: »Keine Spur von Kreditklemme«
Strandkorbfabrik in Heringsdorf erfolgreich saniert
Vorpommern will Zentrum der Edelkrebs-Produktion werden
Polizei findet vier gestohlene Quads in Transporter
Kellergewölbe des Stralsunder Rathauses wird saniert
Dienstag, 21. Juli 2009
Überraschender Führungswechsel im Radisson Blu und Hanse-Dom in Stralsund
Nachdem seit Mai die Stuttgarter Deyle-Gruppe nicht mehr zu den Gesellschaftern der Freizeiteinrichtung gehört, ist das eine Entwicklung, die viele Stralsunder mit Sorge betrachten. „Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht“, erklärte Bodo Sikora, Geschäftsführer der Mark Hotels & Resorts GmbH. Ursache seien unterschiedliche Auffassungen zum Betrieb und der mittelfristigen strategischen Ausrichtung von Hanse-Dom und Hotel gewesen. Die Eigentümer würden auf eine konsequente Wachstumsstrategie setzen, wobei „auch die Entwicklung innovativer Produkte“ im Mittelpunkt stehe. Bis zur Ernennung einer neuen Direktion soll Tamara Kupsch, langjährige Assistentin der Geschäftsführung der Mark Hotels, kommissarisch die Geschäfte führen.
Bei Mitarbeitern und Partnerunternehmen herrschte gestern Ratlosigkeit. Nichts habe auf so einen Schnitt hingedeutet. „So einen schwarzen Freitag möchten wir nicht nochmal erleben“, sagte eine Mitarbeiterin. Ob zu „unterschiedlichen Ansichten“ auch Preiserhöhungen gehören, kann nur spekuliert werden. Fakt ist, dass seit Samstag der Wochenendzuschlag für Gäste des Freizeitbades von 50 Cent auf zwei Euro erhöht worden ist. Quelle: www.ostsee-zeitung.de
Wirtschaftskrise trifft Stralsunder Seehafen hart
Stralsund. (OZ) - „So sind wir noch nie abgesackt“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Ostenberg. Der Negativtrend der Transportwirtschaft, der alle Häfen im Land traf, hat um Stralsund keinen Bogen gemacht. So stand Ende Juni ein Güterumschlag von 526 000 Tonnen zu Buche. Das sind 187 000 t weniger als vor zwölf Monaten, ein Rückgang auf 74 Prozent. Insgesamt wurden nur 141 Schiffe abgefertigt, das sind 80 weniger.
Nach den Ursachen muss man nicht lange suchen. „Bei Blechtransporten für den Schiffbau läuft fast gar nichts mehr“, so Ostenberg. Völlig ausgeblieben sind Schrott-Verladungen.
Auch bei Gips wurde erheblich weniger exportiert. „In Drammen hat Norgips hohe Lagerbestände, so dass weniger abgenommen wurde als geplant“, erläutert der Hafenchef. Die Norweger beliefern die USA, und weil dort durch die Immobilienkrise viele Neubauten gestoppt wurden, kam es zu dieser Situation.“
Leichte Zuwächse konnten bei Düngemitteln und eine Verdreifachung sogar im Stückgutumschlag verzeichnet werden. Durch die Beschränkung der Fangquote für Ostseeheringe haben die Fischwerke mehr dazugekauft.
Da der Hafen gegen den Wirtschaftstrend nichts tun kann, bleibt zur Überbrückung der Situation nur ein umfangreiches Sparprogramm. Dazu gehört Kurzarbeit für die 43 Beschäftigten, die seit April beantragt wurde. Allerdings sei sie im April nur zu 28 Prozent, im Mai zu 18 Prozent und im Juni fast gar nicht in Anspruch genommen worden, sagt Ostenberg.
Ansonsten habe man jede Kostenstelle analysiert. Verschiedene Investitionen, wie die Anschaffung neuer Förderbänder oder Greifer, wurden verschoben. Und auch im Verwaltungshaushalt ist Schmalhans jetzt Küchenmeister. Die Krise biete so auch die Chance, mal alles auf den Prüfstand zu stellen.
Für das zweite Halbjahr sieht Wolfgang Ostenberg Anzeichen für einen leichten Aufwärtstrend. Das Gipsgeschäft beginne sich langsam zu stabilisieren, auch bei Schrott bewege sich etwas. Ziel für das Jahr ist, die Millionengrenze zu schaffen. Ostenberg ist überzeugt, dass sich das Wachstum der Hafenwirtschaft irgendwann fortsetzt. Konsequent wird deshalb auch weiter der Gleisanschluss des Frankenhafens verfolgt.
Gericht bestätigt Räumung einer Pension in Lohme
Montag, 20. Juli 2009
Rauchverbot nun auch in Stettin?
Stettin: In Stettin brechen schwere Zeiten für Raucher an. Zwar gilt in Polen bislang noch kein offizielles Rauchverbot in Restaurants, Pubs oder Clubs per Gesetz, aber immer mehr Lokale führen deutliche Einschränkungen für Liebhaber des blauen Dunstes ein. Nun will auch die Stettiner Stadtverwaltung mit den Rauchern in den eigenen Reihen und unter den Besuchern kämpfen. Vor wenigen Tagen ist Stettin einer weltweiten Anti-Rauch-Kampagne "Tobacco Free Cities" beigetreten. Ziel der Initiative, die vom prominenten amerikanischen Milliardär Bill Gates und dem New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg unterstützt wird, ist den wachsenden Tabakkonsum einzudämmen.
Stettin ist zugleich eine der drei polnischen Städte, die an der Kampagne teilnehmen werden. Außer der westpommerschen Hauptstadt wird die Initiative desweiteren noch in Lódz und Rzeszów realisiert. Noch bevor Stettin der Kampagne beigetreten ist, versuchten die Stadtabgeordneten in einer ersten Initiative das Rauchen in öffentlichen Bereichen zu beschränken.
Vor einigen Wochen beschlossen sie das Rauchverbot unter anderem an Bus- und Tramhaltestellen, Spielplätzen, in Stadien und dem Sommertheater. Ein erster Anlauf im Kampf gegen den blauen Dunst an öffentlichen Plätzen. Das lokale Gesetz soll bereits im September in Kraft treten. Jedem, der das Verbot bricht, wird ein Strafzettel in Höhe bis zu 100 Zloty (ca. 25 Euro) drohen. Da steht den örtlichen Ordnungshütern eine Menge Arbeit bevor.Gleichzeitig sollen im September prophylaktische Programme für Schüller der Stettiner Schulen starten. Auch die Mittel dafür sollen teilweise von Bloomberg-Initiative gespendet werden. Die Anti-Rauch-Kampagne in Stettin ist zuerst bis zum Jahr 2011 vorgesehen. www.nordkurier.de
Tourismus: Rückgang bei den Übernachtungen im Mai 2009, jedoch ein leichtes Plus für den Zeitraum Januar bis Mai
Nach Angaben des Statistischen Amtes verfehlte die Tourismusbranche im Mai 2009 das Vorjahresergebnis um 1,3 Prozent. Insgesamt zählten die Beherbergungsstätten mit neun und mehr Betten und die Campingplätze des Landes im Mai 2,7 Millionen Übernachtungen. Die Anzahl der Gästeankünfte stieg um 2,2 Prozent auf insgesamt 748 000. Für den Zeitraum Januar bis Mai 2009 konnten die Beherbergungsbetriebe mit 7,6 Millionen Übernachtungen ein leichtes Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum verbuchen. Die Anzahl der Gästeankünfte stieg um 2,0 Prozent.
Unterschieden nach Betriebsarten meldete die Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Pensionen und Gasthöfe) im Mai 1,2 Millionen Übernachtungen, was einem Rückgang um 1,3 Prozent entspricht. Im Zeitraum Januar bis Mai 2009 erreichte die Hotellerie mit insgesamt 3,7 Millionen Übernachtungen eine Zunahme von 0,7 Prozent. Das sonstige Beherbergungsgewerbe musste mit insgesamt 1,2 Millionen Übernachtungen im Mai einen Rückgang von 0,9 Prozent hinnehmen. Im Zeitraum Januar bis Mai stieg die Anzahl der Übernachtungen jedoch um 2,3 Prozent an. Darunter erzielten die Campingplätze im Mai 2009 mit 362 000 Übernachtungen ein deutliches Plus von 5,1 Prozent und von Januar bis Mai 2009 mit 511 000 Übernachtungen sogar ein Plus von 15,3 Prozent. Die Vorsorge- und Reha-Kliniken mussten dagegen sowohl im Mai als auch für den Zeitraum Januar bis Mai bei den Übernachtungen einen Rückgang von 2,6 Prozent bzw. 2,3 Prozent hinnehmen.
Die durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten sank im Mai 2009 in den Beherbergungsstätten insgesamt leicht auf 44,2 Prozent (Mai 2008: 44,9 Prozent). Bezogen auf den Zeitraum Januar bis Mai 2009 lag die Auslastung bei 29,6 Prozent (Januar bis Mai 2008: 29,2 Prozent).
In den Reisegebieten Mecklenburg-Vorpommerns verlief die Entwicklung in den Beherbergungsstätten und auf den Campingplätzen im Mai 2009 sehr unterschiedlich:
Eine überdurchschnittliche Steigerung bei den Übernachtungen von 20,6 Prozent meldete Westmecklenburg (Januar bis Mai 2009: + 6,8 Prozent). Darunter erreichte die Landeshauptstadt Schwerin, in der seit dem 23. April die Bundesgartenschau 2009 stattfindet, im Mai eine Zunahme der Übernachtungen um 42,9 Prozent (Januar bis Mai 2009: + 13,2 Prozent). Die Mecklenburgische Ostseeküste meldete ein Plus bei den Übernachtungen von 4,2 Prozent (Januar bis Mai 2009: + 3,9 Prozent). Die Anzahl der Übernachtungen in der Mecklenburgischen Schweiz und Seenplatte stieg im Mai geringfügig um 0,3 Prozent (Januar bis Mai 2009: + 1,4 Prozent). Ein Minus von 5,0 Prozent bei den Übernachtungen musste Vorpommern hinnehmen (Januar bis Mai 2009: - 0,8 Prozent). Den stärksten Rückgang bei den Übernachtungen verzeichnete Rügen/Hiddensee mit 8,1 Prozent (Januar bis Mai 2009: - 3,0 Prozent). 20.07.2009 - StatA MV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern
Sonntag, 19. Juli 2009
Volksfeststimmung bei den Wallensteintagen in Stralsund vom 23. - 26. Juli
In diesem Jahr eröffnen die Wallensteintage die 775 Jahr Festwochen der Hansestadt Stralsund. Jährlich feiern die Stralsunder mit ihrem größten Volksfest den erfolgreichen Widerstand gegen die Belagerung der kaiserlichen Truppen Wallensteins im Jahre 1628. Von Donnerstag, den 23.07. bis Sonntag, 26.07. taucht die Altstadt ein in längst vergangene Jahrhunderte und entführt die Gäste auf eine Reise in die Zeit des 30-jährigen Krieges. Kanonen donnern, Landsknechte lassen ihre Vorderlader krachen und Pulverdampf zieht in Schwaden durch die Stralsunder Altstadt, Gerüche von frisch gebackenem Brot und Gebäck, gegrilltem Fleisch, Kirschbier und Met lassen den Gästen das Wasser im Mund zusammenlaufen, feilschende Händler und Handwerker bieten ihre Waren Feil.
Am Donnerstagabend wird ab 21:00 Uhr ein Bootskorso auf dem Sund die offizielle Eröffnung der Festwochen im Hafen durch den Oberbürgermeister der Hansestadt einleiten. Nach Abschluss des offiziellen Aktes wird gegen 22:45 Uhr ein Höhenfeuerwerk den Stralsunder Hafen in stimmungsvolles Licht tauchen. Ab Freitag lagern im geschichtsträchtigen Johanniskloster und auf der Wiese am Hansa Gymnasium die Landsknechte, Musketiere und Marketenderinnen und lassen den Besucher das raue Lagerdasein des 30-jährigen Krieges erleben. Sie präsentieren stolz ihre Kanonen und Musketen und zeigen bei mutigen Kampfszenen, was in ihnen steckt. Folgen Sie dem Ruf des Herolds, der traditionell zu den Wallensteintagen von Unterhaltung, Spaß und manch unvorhersehbarer Überraschung zu erzählen weiß und sie durch das spannende und abwechslungsreiche Bühnenprogramm führt.
Narren treiben ihre Späße, Märchenerzähler ziehen den Zuhörer in ihren Bann, Gaukler erzählen ihre unglaublichen Geschichten, Spielleut aus fernen Landen geben ihre Tanz- und Gesangeskunst zum Besten und bei alledem wird der Witz nicht fehlen. Auch in diesem Jahr können sich Besucher wieder Andenken an diese Tage mitnehmen, so zum Beispiel die Wallensteinmünze oder den Wallensteinkrug. Am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr startet der Festumzug von der Gerhart-Hauptmann-Schule am Frankenwall mit Bildern von heute bis zum 30-jährigen Krieg durch die Straßen Stralsunds. Am Abend erinnert ein schauriger Pestzug eindrucksvoll an die schreckliche Epidemie des Jahres 1629, als dem „schwarzen Tod“ viele Stralsunder Bürger dahin raffte. Ein Highlight am Samstagabend ist das musiksynchrone Barockfeuerwerk, welches die Kulisse des Stralsunder Rathauses eindrucksvoll erleuchtet.
Aber nicht nur historisches hat die Hansestadt an diesem Wochenende zu bieten. Auf dem Weg zum „Wallenstein-Rummel“ auf der Hafeninsel lädt die neuzeitliche Händlerstrecke u. a. mit Kunsthandwerk und kulinarischen Genüssen zum Bummeln ein. Und wer sich vom bunten Treiben erholen möchte, kann im großen aber gemütlichen Biergarten am Semlower Kanal hinter dem Ozeaneum unter Schatten spendenden Sonnenschirmen bei einem abwechslungsreichen Programm mit Live- Musik ausspannen oder abends die Partystimmung genießen.
Lassen Sie sich dieses einmalige Volksfest nicht entgehen und besuchen Sie Stralsund, eine Stadt mit 775 Jahren Geschichte.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.wallensteintage.de
314-Kilo-Mann den Magen verkleinert
Für den 31-jährigen Greifswalder Jens Hacker war es fünf vor zwölf. Gestern wurde er am Hanse-Klinikum erfolgreich operiert. Stralsund Zwei, drei Schritte kann Jens Hacker alleine gehen, mehr schafft der 314 Kilogramm schwere Greifswalder nicht. Die Belastung für seinen Körper ist einfach zu groß. Atemnot, Schweißausbrüche und starke Schmerzen quälen den 31-jährigen Maurer, wenn er sich bewegt. „Vor zwölf Jahren war ich nur übergewichtig, konnte mich noch ohne Hilfe bewegen“, sagt der 1,82 Meter große Mann. „Wenig Bewegung und ungesundes Essen haben zu einer enormen Gewichtszunahme geführt“, gibt er selbstkritisch zu und wünscht sich, endlich einmal mit seinem achtjährigen Sohn Nico ausgelassen Fußball spielen zu können.
„Ich habe meiner Frau, meiner zehnjährigen Tochter Jasmin und Nico versprochen, etwas gegen meine Körpermassen zu tun“, erzählt der Greifswalder. Nach intensiven Gesprächen mit seiner Hausärztin, die händeringend nach einer Klinik im Land suchte, in der ihr Patient operiert werden könnte, fiel die Wahl auf das Stralsunder Hanse-Klinikum. Andere Krankenhäuser lehnten eine Operation ab, weil OP-Tisch, Bett und Stuhl in Übergröße nicht vorhanden waren.
„Dem Mann musste aber schnell geholfen werden, weil seine enormen Körpermassen auf Dauer lebensgefährlich sind“, sagt Professor Matthias Birth, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Alle erforderlichen Spezial-Vorrichtungen mietete das Klinikum kurzerhand an. Es war für den Patienten fünf vor zwölf: Herz-Kreislauf-Probleme, Gelenkbeschwerden und nicht zuletzt psychische Störungen, verursacht durch die Fettleibigkeit, machten ihm das Leben zur Hölle. „Die landläufige Meinung, dass so dicke Menschen weniger essen sollen, ist einfach falsch“, stellt Professor Birth klar. Bei so extrem übergewichtigen Menschen würde keine Diät mehr helfen. „Wir werden mittels Schlüsselloch-Chirurgie eine Schlauchmagenbildung vornehmen, sprich den Magen verkleinern, um so ein schnelleres Sättigungsgefühl beim Patienten zu erzielen“, beschreibt der Mediziner die Operation, an der gestern früh ein ganzes Ärzteteam teilgenommen hat. Vom Anästhesisten, der für eine „optimal balancierte Narkose“ verantwortlich war, bis zur OP-Schwester mussten alle besondere Vorsicht walten lassen, denn es handelte sich um einen Risiko-Eingriff. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen nach Births Aussagen, dass so eine OP dem Patienten wieder ein normales Leben ermöglichen kann und das Leben um etwa 20 Jahre verlängert.
Unglück nahe Papendorf: Kind stürzt von der Niexer Eisenbahnbrücke
Kind stürzt von der Niexer Eisenbahnbrücke - Ein 6-jähriger Junge stürzte am Donnerstagabend, 16. Juli, von der Niexer Eisenbahnbrücke, Bahnstrecke Rostock - Laage. Das Kind fiel aus ca. 10 Metern auf den Rasen und zog sich hierbei lebensgefährliche Verletzungen zu. Ein eingesetzter Rettungshubschrauber transportierte das Kind in die CUK Rostock. Nach ersten Ermittlungen zur Unfallursache hielt sich das Kind im Gleisbereich der Brücke auf und stürzte durch ein Freiraum zwischen den einzelnen Gehwegbrettern (Instandhaltungsweg). Dieser Weg darf durch Unbefugte nicht betreten werden. Die begleitende Mutter erlitt einen Schock. Die Bahnstrecke war für ca. 1 Stunde voll gesperrt und 4 Züge erhielten insgesamt 68 min. Verspätung. Die Gefahren, die vom Gleisbereich, von herannahenden Zügen und auch Oberleitungen ausgehen, werden regelmäßig unterschätzt! Die Bundespolizeiinspektion Rostock weist ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten von Gleisanlagen lebensgefährlich und für unberechtigte Personen verboten ist. Züge nähern sich lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden. Der durchschnittliche Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt 1.000 m. Die Oberleitungen führen eine Spannung von 15.000 Volt. Der Kontakt mit diesen, unabhängig in welcher Form, ist für den Menschen tödlich. Gerade zu Beginn der Ferienzeit wird eindringlich nochmals gewarnt, Bahnanlagen sind keine Spielplätze.
Brand in Kritzow: Feuer zerstört Scheune und Stall
Feuer zerstört Scheune und Stall (ddp-nrd) - Bei einem Brand in Kritzow im Landkreis Parchim sind am Donnerstag, 16. Juli, eine Scheune und ein Stallgebäude zum Teil bis auf die Grundmauern zerstört worden. Das Feuer brach in einem Lagerhaus aus, in dem landwirtschaftliche Geräte und Strohballen untergebracht waren, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Davon konnte nichts mehr gerettet werden. Aus einem angrenzenden Stall, auf den die Flammen übergriffen, seien in letzter Minute Schweine und Kaninchen in Sicherheit gebracht worden. Menschen wurden nicht verletzt, die Schadenshöhe ist noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. (ddp/dka/iha)
Stralsund: Polizeibeamte verhindern Selbstmord
Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr am Mittwochabend, 15. Juli, in der Rudolf-Virchow-Straße in Stralsund:. Ein 25-jähriger Mann wollte sich gegen 20.10 Uhr aus dem 9.Stock des Hochhauses stürzen und seinem Leben damit ein Ende setzen. Die Feuerwehr hatte ein Sprungkissen aufgestellt. Der psychisch gestörte und völlig betrunkene Mann saß im 9. Stock auf dem Geländer des Fensters im Treppenaufgang. Zwei für Verhandlungen in solchen Fällen speziell geschulte Beamte des Polizeireviers begaben sich zu ihm in das Treppenhaus. Der Suizidgefährdete hatte zeitweise beide Beine vor dem Schutzgeländer. In einem passenden Moment rissen ihn die beiden Polizisten vom Geländer in das Hausinnere. Gegen 21.10 Uhr wurde der 25-Jährige an den Notarzt übergeben, der ihn in das Klinikum West einwies. Die Polizei war mit 10 Beamten vor Ort, die teilweise auch zum Abdrängen der Schaulustigen eingesetzt werden mussten. Einige von ihnen konnten es sich nicht verkneifen, den Lebensmüden zum Springen aufzufordern.
Samstag, 18. Juli 2009
Herrenloser Koffer löst Einsatzalarm aus
Pasewalk: Die Vergesslichkeit eines Reisenden verursachte am Donnerstagnachmittag bei der Bundespolizeiinspektion Pasewalk einen Gefahrenalarm. In der Folge wurde der Bahnhof Pasewalk gesperrt; zwei Züge hatten rund 25 Minuten Verspätung. „Gegen 15.30 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Pasewalk von der Service-Zentrale der Deutschen Bahn AG in Stralsund darüber informiert, dass sich auf dem Bahnhof Pasewalk ein herrenloses Gepäckstück befindet und der Eigentümer des Koffers auch durch Ausrufe über die Lautsprecheranlage nicht ausfindig gemacht werden konnte“, informierte gestern der Sprecher der Bundespolizei in Bad Bramstedt, Stefan Perschall. Die Beamten hätten innerhalb kürzester Zeit den Bahnhof erreicht und mit den Ermittlungen vor Ort begonnen. „Vorsorglich wurde der Gefahrenbereich geräumt. Alle Reisenden mussten den Bahnhof Pasewalk verlassen und die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG erhielt ein Durchfahrtsverbot für alle Züge bis zur Klärung der Sache“, so Perschall weiter. Zum Einsatz kam ein Sprengstoff-Suchhund, der allerdings kein typisches Anzeigeverhalten auf Sprengstoff zeigte. Der Koffer wurde daraufhin als unbedenklich eingestuft und geöffnet. In dem Koffer befanden sich ausschließlich Reisegepäck- und Kleidungsgegenstände. Er wurde als Fundsache eingestuft und an die Bahn übergeben. Um 16.30 Uhr hob die Bundespolizei die Streckensperrung auf und der Bahnhof wurde für die Bahnreisenden wieder freigegeben. Zur Wiedererlangung des Koffers kann sich der Eigentümer bei der Deutschen Bahn AG am Bahnhof Pasewalk melden. Rainer Marten
www.nordkurier.de
Freitag, 17. Juli 2009
Nordvorpommern: "Eklat im Elmenhorster Parlament"
Elmenhorst: Mittwoch 19.50 Uhr, Gemeindesitzung in Elmenhorst: Wolfgang van Es (CDU) gab aus Protest gegen die Wahl von Petra Skorupski zur ersten stellvertretenden Bürgermeisterin sein Mandat zurück. Seine Mitstreiter von der CDU-Liste beantragten, die Sitzung sofort zu beenden. Um den in Elmenhorst zurzeit schwelenden Ärger nachvollziehen zu können, muss man zum 7. Juni zurück schauen. Da fanden Kommunalwahlen statt. Auch in Elmenhorst. Allgemeine Wählergemeinschaft (AWG) und CDU-Liste lagen in der Wählergunst nahe beieinander. Im Ergebnis des 7. Juni stellen beide jeweils vier Gemeindevertreter. Hinzu kommt der als Bürgermeister wiedergewählte Unternehmer Heinz Hopp. Da er ebenfalls zur AWG gehört, verfügt diese im Gemeindeparlament über fünf Vertreter, gegenüber den vier der Christdemokraten.
Für Wolfgang van Es gab es bei den Kommunalwahlen aber einige weitere Fakten, die wichtig seien: „Wir stellen zwar genau wie die Wählerliste vier Gemeindevertreter, haben aber 60 Stimmen mehr bekommen." Vor allem aber habe Dr. Rudi Wendorf mit 218 Stimmen die mit Abstand meisten aller Kandidaten in Elmenhorst erhalten, Petra Skorupski sei auf 57 gekommen. Mit anderen Worten: Die CDU hatte gehofft, Bürgermeister Heinz Hopp den Christdemokraten Dr. Wendorf an die Seite stellen zu können. Als die konstituierende Sitzung Mittwoch im Jugendklub begonnen hatte und die Wahl des ersten stellvertretenden Bürgermeisters anstand, hatte die CDU ihren Meiststimmenkandidaten Dr. Wendorf dafür aufgestellt. Die AWG nominierte Petra Skorupski. Das Wahlergebnis spiegelte die Mehrheitsverhältnisse in der Gemeindevertretung haargenau wider: Petra Skorupski erhielt fünf Stimmen, Dr. Rudi Wendorf vier. Unstrittig war danach die Wahl von Torsten Schildt, ebenfalls Allgemeine Wählergemeinschaft, zum zweiten Stellvertreter des Bürgermeisters, er wurde einstimmig gewählt. Danach ging es um die Wahl eines weiteren Mitgliedes der Gemeinde, das gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Hopp die Elmenhorster Interessen im Amtsausschuss Miltzow vertreten soll. Die einzig dafür aufgestellte Petra Skorupski bekam sieben der neun Stimmen und wurde gewählt. Danach sollte es eigentlich um die Besetzung der Fachausschüsse gehen. Wenn denn nicht Wolfgang van Es aufgestanden wäre und die Wahl Petra Skorupskis als nicht ordnungsgemäß bezeichnet hätte. Um glaubwürdig zu bleiben, verzichte er auf sein Mandat, so Wolfgang van Es. Sprach's und setzte sich zu den Zuschauern. Dr. Rudi Wendorf fand den Eklat im Parlament bedauerlich. Er habe gedacht, dass man in der Gemeindevertretung ohne Fraktionen und frei von Parteizwängen für Elmenhorst arbeite. Und dass nach den Grundsätzen der Demokratie gehandelt werde. Er habe die meisten Stimmen bekommen. Diesen Wählerwillen hätte er gern in einer Funktion ausgeübt, so Dr. Wendorf. Für die CDU-Liste beantragte er, die Sitzung zu beenden. Wie geht's nun weiter? Die Gemeinde habe einen Bürgermeister und zwei gewählte Stellvertreter, sei insofern handlungsfähig, kommentierte Uwe Matthias, Hauptamtsleiter im Amt Miltzow. Aber es gebe keine arbeitsfähigen Fachausschüsse. www.ostsee-zeitung.de
Einbaumfund am Tollense-Ufer
Altentreptow (ddp). Forscher haben in einem Flusstal bei Altentreptow einen mehrere Hundert Jahre alten Einbaum entdeckt. Das bereits in drei Einzelteile zerbrochene Bootswrack sei im Mai von Tauchern im flachen Uferbereich der Tollense freigelegt worden, sagte gestern MVs Chefarchäologe Detlef Jantzen. Eines der Einbaum-Fragmente, das vom Fundort abzutreiben drohte, sei inzwischen von Unterwasserarchäologen geborgen und in einem gesicherten See zwischengelagert worden. Es sei geplant, den kompletten, etwa 4,5 Meter langen Fund in einer Wasserwanne im Landesamt für Kultur und Denkmalpflege einzulagern. Im Unterschied zu den vor sieben Jahren in Stralsund entdeckten und anschließend in Schwerin verrotteten bis zu 7000 Jahre alten Einbäumen sei das in der Tollense gefundene Boot deutlich jünger, sagte Jantzen. Eine genaue Altersuntersuchung stehe jedoch noch aus. Erst im vergangenen Jahr hatten Archäologen flussabwärts vom Fundort des Einbaums ein bronzezeitliches Schlachtfeld entdeckt. Am Ufer der Tollense hatten sie etwa 1300 Knochenreste von mindestens 50 Menschen freigelegt. Zudem wurden aus dem morastigen Flusssumpf Reste von mehr als 3000 Jahre alten Kampfwaffen wie Pfeilspitzen, ein Holzknüppel und eine Holzkeule geborgen. Experten werten dies als den Nachweis des ersten bronzezeitlichen Kampfplatzes Mitteleuropas. Erst im Frühjahr dieses Jahres war bekannt geworden, dass bedeutende Steinzeitboote im Schweriner Depot wegen unterbliebener Konservierung verrottet sind. www.nordkurier.de
Mittwoch, 15. Juli 2009
Unterwasserarchäologen bergen Funde
Kettenkugel freigelegt - Arbeiten dienen Pipelinebau
Bei der Bergung eines vor 300 Jahren vor Rügen versenkten Seglers haben Forschungstaucher einen ersten überraschenden Fund geborgen. Zwischen den freigelegten Ballaststeinen sei in vier Meter Tiefe eine sogenannte Kettenkugel entdeckt worden, sagte die Leiterin des Taucherteams Jana Heinze am Mittwoch. Dabei handle es sich um zwei, mit einer Kette miteinander verbundene Eisenkugeln. Die seinerzeit von Kanonen abgefeuerten Geschosse hätten sich in der Takelage feindlicher Schiffe verfangen und sie somit außer Gefecht gesetzt. Der Fund könnte darauf hindeuten, dass das zu einer Wrackkette aus dem Nordischen Krieg gehörende Wrack einst militärischen Zwecken gedient habe, sagte Jens-Peter Schmidt vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege. «Wir hoffen, dass wir durch Untersuchungen im Umfeld des etwa neun Meter langen Wracks weitere Aufschlüsse über das um 1685 gebaute Schiff erhalten werden.»Spezialtaucher sollen in den nächsten drei Tagen unter Aufsicht von Bodendenkmalpflegern das komplette, jedoch stark beschädigte Schiffswrack zerlegen und in Einzelteilen heben. Es ist Bestandteil einer bis heute erhalten gebliebenen Wrackkette, die 1715 von der schwedischen Marine zum Schutz vor dänischen Kriegsschiffen vor dem Eingang zum Greifswalder Bodden angelegt worden war. Dazu ließen die Offiziere damals etwa 20 requirierte Schiffe mit Steinen beladen und in einer 980 Meter langen Kette zwischen Thiessow und der Insel Ruden versenken. Nach dem Fund von Unterlagen im Stockholmer Reichsarchiv hatte der deutsche Luftbildarchäologe Otto Braasch 1995 bei einem Überflug des Seegebietes die Steinablagerungen im flachen Wasser wiederentdeckt. Aus der inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Wrackkette wird nun ein besonders beschädigtes Schiff entnommen, um einen 60 Meter breiten Korridor für den Trassenbau der geplanten deutsch-russischen Ostseepipeline zu schaffen. Finanziert wird die mehrere Hunderttausend Euro kostende Bergung vom Planungs- und Betreiberkonsortium Nord Stream. Die Verlegung der insgesamt 1220 Kilometer langen Leitung nach Lubmin soll nach Plänen des Betreiberkonsortiums in einem Jahr beginnen. Die Wrackreste sollen nach Angaben des Landesamtes von deutschen und dänischen Experten zunächst in Thiessow untersucht und eingescannt werden. Nach einer dreidimensionalen Computerdarstellung sollen sie in einem stillgelegten Kiestagebau unter Wasser gelagert werden. Später ist eine Ausstellung im Museum für Unterwasserarchäologie in Sassnitz vorgesehen. Das im ehemaligen «Gläsernen Fährbahnhof» im Stadthafen befindliche Museum soll nach seiner Umgestaltung in städtischer Verantwortung ganzjährig geöffnet sein. ddp
Prenzlauer Bürgermeister verleiht DDR-Orden im Rathaus
Prenzlau: Bürgermeisters Hans-Peter Moser (Die Linke)hat am Montag für besondere Verdienste um die Organisation der 775-Jahrfeier dem Amtsleiter Eckhard Blohm mit einem Orden ausgezeichnet. Der Amtsleiter erhielt stellvertretend für das gesamte Festkomitee den DDR-Orden „Banner der Arbeit, Stufe 1“. Jetzt stellt sich für uns die Frage, hat da einer die Zeit verschlafen, oder ist dies eine Werbestrategie um auf die Jahrfeier hinzuweisen? www.edition-pommern.de
Dienstag, 14. Juli 2009
Stralsunder Staatsanwälte sollen Beweismittel vernichtet haben
Rostock (ddp-nrd): Zwei Stralsunder Staatsanwälte sollen in einem Drogenprozess wichtige Unterlagen vernichtet haben. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte am Dienstag in Rostock mit, eine Staatsanwältin habe angezeigt, in Absprache mit ihrem Vorgesetzten ein Vernehmungsprotokoll vernichtet zu haben. Danach sei sie aus dem Umfeld des Beschuldigten, gegen den wegen Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt wird, unter Druck gesetzt worden. Mit der Vernichtung des Dokumentes habe die Staatsanwältin nach eigener Aussage nicht bezweckt, das Ermittlungsverfahren zu gefährden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft weiter mit. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Beide Mitarbeiter der Stralsunder Staatsanwaltschaft seien von der Strafsache abgezogen worden. Gegen sie wird wegen sogenannter Urkundenunterdrückung ermittelt.
Montag, 13. Juli 2009
Säbel von Schill-Denkmal entwendet
Stralsund (ddp/OZ) - Ausgerechnet seinen 200. Todestag muss Major von Schill in Stralsund waffenlos über sich ergehen lassen. Am Wochenende stahlen Unbekannte dem Kriegerdenkmal den Säbel wie die Polizei am Montag mitteilte. Am Nachmittag wurde bekannt, dass eine Spaziergängerin die Klinge am Sockel des Denkmals gefunden hat. Erst im Juni war die Waffe von dem Denkmal am Olof-Palme-Platz entwendet, aber kruz darauf wieder an seinem Fuß abgelegt worden. Seit 1958 ist der Säbel immer wieder gestohlen worden. Einer solchen Waffe war der charismatische Husarenoffizier vor exakt 200 Jahren in Stralsund zum Opfer gefallen. Seinen Kopf wird Ferdinand Baptista von Schill wegen des erneuten Frevels kaum verlieren, der liegt nicht in Stralsund, sondern in einer Gruft in Braunschweig. Lediglich der kopflose Rumpf wurde 1809 von den Franzosen unehrenhaft in Stralsund verscharrt. www.ostsee-zeitung.de
Sonntag, 12. Juli 2009
Sonderausstellung mit den ersten Museumsankäufen
Im 150. Jubiläumsjahr des Stralsunder Kulturhistorischen Museums wird am 17. Juli (18 Uhr) ein weiteres Ausstellungshighlight eröffnet. Diesmal stehen Erwerbungen der ersten 50 Museumsjahre für den Bereich Bildende Kunst im Fokus.
Im Katharinenkloster wird bis zum 18. Oktober eine Auswahl von Grafiken, Gemälden und Mittelalterlicher Bildkunst präsentiert, die einen Einblick in die Sammlungstätigkeit Rudolf Baiers, als damaligem Museumsdirektor, und seinen Zeitgenossen gibt, mit denen er das einstige Provinzialmuseum für Neuvorpommern und Rügen ins Leben rief. So werden grafische Bestände aus der Löwenschen Sammlung, die die Stadt dem Museum in seinem Entstehungsjahr übereignete ebenso zu sehen sein, wie Arbeiten namhafter Künstler die durch Ankauf oder private Schenkung in die junge Institution gelangten. Neben J. Ph. Hackert und F. Preller d. Ä. dürfen sich die Besucher auch auf Werke aus dem 17. und 18. Jh. von C. A. Menzel, J. F. Rosmäsler, B. A. Duncker, F. Grebe und W. Titel freuen. Zu den frühesten Erwerbungen des Museums gehören ebenso ein Flügelretabel aus Kröslin ( Ende 15. Jh.), zwei mittelalterliche eichene Assistenzfiguren, Maria und Johannes als rechts und links vom Kreuz stehende Figuren einer Triumphkreuzgruppe sowie ein Flügelretabel aus Vaase und drei Figuren (Hl. Christopherus, Hl. Hiob, Hl. Johannes der Täufer) aus dem Johannesschrein von St. Nikolai, die Rudolf Baier 1864 für die Sammlung ankaufen konnte. Viele der in der Sonderausstellung gezeigten Exponate sind für Besucher erstmals zugänglich und kommen nach ihrer Präsentation gleich wieder ins Magazin. So bleibt also nur die Möglichkeit, diese selten gezeigten Schätze in der dreimonatigen Ausstellungszeit in Augenschein zu nehmen.
Abbildung.: Johann Saenredam, Zwei nackte Frauen, 16. Jh., Kupferstich. www.stralsund.de
Samstag, 11. Juli 2009
Abhör-Aktion in Greifswald enttarnt
Greifswald (OZ):Lauschangriff des Verfassungsschutzes in Greifswald mit Folgen: Ein Bombenalarm versetzte am Mittwoch völlig grundlos Greifswalder in Angst und Schrecken. Denn eine Autobombe, die eine junge Frau am Morgen unter ihrem metallic-braunen Opel Vectra Caravan gefunden hatte, entpuppt sich jetzt als Lauschgerät des Geheimdienstes, wie die OZ gestern aus Polizeikreisen erfuhr. Doch der Reihe nach: Die Frau hatte die Polizei gerufen. Die rückte mit 30 Beamten an und sperrte das Gelände im Ortsteil Schönwalde weiträumig ab. Mieter eines Wohnblocks in der Nähe wurden sofort evakuiert. Dann trafen Feuerwehr und Experten des Munitionsbergungsdienstes ein. Der Wagen wurde von der Feuerwehr mit einem Luftkissen angehoben, damit die Spezialisten das verdächtige Teil bergen konnten. Alles Theater: Der Verfassungsschutz soll in der Nacht zuvor eine Wanze an dem Opel der Frau angebracht haben. Sie und die herbeigerufenen Polizisten hielten die Abhörtechnik dagegen für eine Rohrbombe. Jens Hildebrandt, Chef der Greifswalder Polizeiinspektion, will die Geschichte weder bestätigen noch dementieren. Hildebrand wörtlich: „Sie erwarten nicht wirklich, dass ich mich dazu äußere.“ Er selbst sei beim Blick unter das Auto auch von einer sogenannten „unkonventionellen Brand- und Sprengvorrichtung“ ausgegangen. „Alle anschließenden Maßnahmen dienten der Gefahrenabwehr“, begründet Hildebrandt den Großeinsatz. Ansonsten herrscht Schweigen bei den Ordnungshütern. Axel Falkenberg, Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Anklam: „Zu dem Vorgang gibt‘s keine Auskünfte.“ Warum? „Geheimhaltung!“ Auch der für den Verfassungsschutz verantwortliche Innenminister Lorenz Caffier (CDU) wehrt alle Presseanfragen ab. Die betroffene Frau soll nach OZ-Informationen in einem Greifswalder Nachtclub arbeiten. Was der Verfassungsschutz mit dem Etablissement zu tun hat und warum die Frau ins Visier der Schlapphüte geriet, dazu verweigerte das Innenministerium ebenfalls alle Informationen. Der Sohn der Frau soll in der Nacht zuvor beobachtet haben, wie sich mehrere Unbekannte an dem Wagen zu schaffen machten. Noch am Mittwochnachmittag hatte die Polizei beharrlich von einer Bombenattrappe gesprochen, „die zu Vergleichszwecken“an das Landeskriminalamt (LKA) geschickt werde. LKA-Sprecher Olaf Seidlitz überrascht: „Hier ist nichts angekommen. Wir haben mit der Sache nichts zu tun.“ Der Lauschangriff, der teure Großeinsatz, die Geheimhaltung — der Greifswalder Alarm bleibt rätselhaft. Für eine Abhöraktion hätte der Verfassungsschutz eine zur strengen Geheimhaltung verpflichtete Kommission des Landtages vorab unterrichten müssen, solange keine Gefahr im Verzug ist. Ob das ordnungsgemäß erfolgt ist oder etwa Gefahr in Verzug war, dazu wollte das Innenministerium gestern Abend keine Angaben machen. BENJAMIN FISCHER
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Mittwoch, 8. Juli 2009
Wiederaufbau der Mahnkesche Mühle im Stralsunder Tierpark
Die Mahnkesche Mühle ist die letzte von ehemals über 20 Windmühlen in Stralsund. Sie stand in unmittelbarer Nähe des Rügendammes auf der Mahnkeschen Wiese. Die im 19. Jahrhundert errichtete Galerie - Holländermühle wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach umgebaut. Der Windbetrieb wurde bereits in den 1920er Jahren auf Diesel- und später auf Stromantrieb umgestellt. Bis in die 1950er Jahre wurde die Mühle zur Getreideverarbeitung genutzt, später als Lager. Ab 1980 setzte durch mangelnde Unterhaltung bedingt ein zunehmender Verfall ein. Zwei Brände beschleunigten diesen Prozess. Nach 1990 wurden mehrere Versuche unternommen, die Ruine zu vermarkten. Diese Versuche scheiterten an einem tragfähigen Nutzungskonzept. 2006 begann nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden die Umsetzung der verbliebenen Bausubstanz in den Tierpark.
(Aufnahme oben: um 1930)
Zustand im Jahr 2003
Foto: Hansestadt Stralsund/KOSLIK
Finanzierung
Seit 2007 wurden intensive Bemühungen unternommen, eine Finanzierung für die geplante Rekonstruktion der Mühle im Tierpark Stralsund zu finden. Der gesamte Finanzierungsbedarf beläuft sich auf 400.000,- €. Die Tatsache, dass sich der Standort für den Wiederaufbau der Mühle in einem Bereich des Tierparks befindet, der zur Gemarkung Kedingshagen im Landkreis Nordvorpommern gehört, eröffnete die Möglichkeit, eine Förderung aus LEADER-Mitteln zu beantragen. Parallel dazu wurde eine Förderung über die Norddeutsche Stiftung Umwelt und Entwicklung (NUE-Bingo) beantragt und zwischenzeitlich in einer Höhe von 40.000,- € bewilligt. Deutlich über 330.000,00 € steuert der Landkreis Nordvorpommern jetzt aus dem LEADER-Programm bei. Landrat Ralf Drescher übergab den Fördermittelbescheid an Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow im Rahmen des Tierparkfestes am 5. Juli. Der Rest wird über Eigenmittel und Spenden bereitgestellt.
v.l.n.r.: Landrat Ralf Drescher und Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow
Foto: Hansestadt Stralsund/KOSLIK
Projektinhalte
Mühlen sind symbolische Schnittstellen zwischen landwirtschaftlicher Produktion und städtischer Verarbeitung der Produkte. Deshalb gab es die höchsten Konzentrationen von Mühlenbetrieben stets in Stadtnähe. Neben einer Darstellung des Müllerhandwerkes in der Region wird die Mühle eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte der Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Tierzucht in der Region Vorpommern beherbergen. Dieser Ausstellungsschwerpunkt unterstützt die bereits traditionell vorhandenen vielfältigen Verbindungen des Tierparks mit den Dörfern der Region. Mit der Ausstellung sollen speziell Besucher mit Bezug zur Landwirtschaft angesprochen werden. Deshalb ist gerade bei Besuchern aus den Dörfern der Region ein hoher Identifizierungsgrad zu erwarten. Der Wiederaufbau der Mahnkeschen Mühle eröffnet die Möglichkeit, dass Gemeinden des Landkreises Nordvorpommern und die Hansestadt Stralsund gemeinsam einen weithin sichtbaren Beleg einer fruchtbaren Zusammenarbeit schaffen können. www.stralsund.de
Archäologen auf den Spuren der alten Stralsunder
Stralsund: Unermüdlich brummt der Bagger, schaufelt vorsichtig schwarze Erde zwischen alten Mauern hervor. Auf der Baustelle am Apollonienmarkt 15 sind die Archäologen am Werk. Altertumsforscher mit einem Bagger? Diesen Beruf stellt man sich doch gemeinhin mit Spachtel, Pinsel und Samthandschuhen vor. „Wir versuchen schnell an die tiefliegende Mittelalterschicht zu kommen“, sagt Renate Samariter, Archäologin beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, während der Bagger beiseite räumt, womit nach dem letzten Krieg Keller und Hof verfüllt wurden. Ihr Kollege Karl Rausch lässt dennoch keine Baggerschaufel ungeprüft an sich vorbei. Mit einem Metalldetektor untersucht er den Aushub nach alten Schätzen. Der Bagger nähert sich der begehrten Mittelalterschicht. Unter schwerem schwarzen Boden liegt eine graue Schicht. „Da, Spuren eines Spaten“, erläutert Renate Samariter dem ungeübten Beobachter. „Die Stralsunder haben sich einst im Hof hinter dem Haus ihr Gemüse selbst gezogen.“ Wenn jetzt der Metalldetektor anschlägt, entsteht sofort Spannung. Tatsächlich werden die Schatzgräber fündig. Die Archäologin putzt etwas ab, dass wie ein schwarzer Knopf aussieht. Eine kleine Kupfermünze von 1776 zu drei Pfennig kommt unter dem Dreck zum Vorschein. Auch die mittelalterliche Gewandschnalle verrät erst nach dem Putzen, dass sie aus Messing besteht. Inzwischen kommt der Spaten zum Einsatz. Keramikscherben werden am Fuß der einstigen Treppe zum Hof gefunden. „Vielleicht lässt sich da etwas zusammensetzen“, will die Altertumsforscherin, den Fund später überprüfen. Nur so viel ist schon zu erkennen: „Vermutlich Steinzeug aus dem Rheinland.“ Eine Hoffnung keimt: „Vielleicht finden wir auf dem einstigen Hof auch noch die Latrine.“ Der Inhalt solcher Abfallgruben lässt die Archäologen wie in einem Buch in der Geschichte der Hansestadt lesen. Bei den Ausgrabungen auf dem Gelände des Rathausplatzes sind dabei vor zwei Jahren so gut erhaltene Fundstücke zu Tage gefördert worden, dass die Stralsunder sie derzeit in einer Ausstellung im Johanniskloster bewundern können. Doch die Hoffnungen werden enttäuscht. Die Latrine finden Archäologen nicht mehr. Die Ausgrabung, finanziert vom Bauherren, Fleischermeister Karlheinz Zahlmann, der hier das künftige Stammhaus seines Unternehmens errichtet, reicht nur soweit, wie sich die Baustelle des künftigen Wohn- und Geschäftshauses erstreckt. „Die Abfallgrube wurde praktischerweise an entferntester Stelle vom Wohnhaus eingerichtet“, weiß Renate Samariter. „Da kommen wir jetzt nicht mehr hin.“ Dennoch freut sie sich noch über den Fund eines Pilgerzeichens, das vermutlich aus Köln stammt und die Heilige Ursula zeigt. So rundet sich das Bild nach zwei Wochen Grabung ab. „Die ältesten Teile der Kellermauern stammen aus dem 14. Jahrhundert, die Funde vom Hof aus der Zeit zwischen 1280 und 1320“, sagt Renate Samariter und vermutet, dass die ältesten Hausbewohner am heutigen Apollonienmarkt 15 keine Handwerker, aber sehr religiöse Menschen waren. JÖRG MATTERN
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Montag, 6. Juli 2009
Experte: Kreisreform wirft MV hinter 1910 zurück
Greifswald (dpa/mv): Die Landkreise nach der Kreisgebietsreform können nach Ansicht des Greifswalder Wirtschaftsgeografen Helmut Klüter im europäischen Wettbewerb nicht bestehen. «Die Kreisgebietsreform, so wie sie jetzt geplant ist, muss gestoppt werden», sagte Klüter der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Ziele der vom Innenministerium geplanten Reform seien zwar richtig. «Der Entwurf selbst ist Flickschusterei.» Hauptmangel sei die Beibehaltung von drei Verwaltungsebenen von Gemeinden, Ämtern und Landkreisen. «Dieses Modell ist nicht europafähig und wirft Mecklenburg-Vorpommern hinter das Jahr 1910 zurück», meinte Klüter. www.ostsee-zeitung.de
STOCK-CAR Grimmen "Hexenkessel"
Samstag, 4. Juli 2009
PSV Stralsund - Tag der offenen Tür
Am 11. Juli findet am Sportplatz Brunnenaue der Tag der offenen Tür statt. Wie der PSV Stralsund informiert ist ein großes Kinderfest geplant, Torwandschießen, Sportabzeichen ablegen und vieles mehr, trägt zu ihrer Unterhaltung bei. Sie sollten sich diesen Tag vormerken und dem PSV Stralsund einen Besuch abstatten. www.psv-stralsund.de
Neuerscheinung, Historische Reisebeschreibung über Rügen, Hiddensee und Usedom
Im der Mitte des 19. Jahrhunderts besuchte Friedrich Lampert Hiddensee, Rügen und Usedom. Dieses Buch gibt seine Erlebnisse in den sehr unterschiedlichen Gegenden wieder. Er schildert uns die elenden Hütten auf Hiddensee, die sich zum Teil noch unter der Erde befinden, malt uns aber auch von der Schönheit der Insel Rügen ein farbenprächtiges Bild. Putbus mit seinen Glanzbauten geht genauso in seinen Schilderungen ein, wie das aufstrebende Heringsdorf auf der Insel Usedom. Historischer Reisebericht über Rügen, Hiddensee und Usedom. Mit Illustrationen von dem Stralsunder Maler und Grafiker Eckhard Buchholz.. Leseprobe unter: www.edition-pommern.de
Pläne für Sanierung des Alten Marktes in Stralsund vorgestellt
Jetzt sollen die Stralsunder doch ihren Brunnen vor dem Rathaus bekommen. Gestern wurden neue Pläne vorgestellt.
Stralsund Wenn es nach Professor Gottfried Kiesow geht, dann muss sich auf dem Alten Markt überhaupt nichts ändern. Der Denkmalpabst stellt „eines der großartigsten architektonischen Ensemble, die es überhaupt gibt“, gern in eine Reihe mit dem berühmten Markusplatz in Venedig oder dem Petersplatz in Rom. Froh sei er schon mal, dass „das Blech weg ist“, seit nicht mehr geparkt werden darf. Und was das Kopfsteinpflaster betrifft: „Man muss auch was für die Massage der Fußsohlen tun.“ Das Welterbe wirke eben für sich. Einmalig. Dennoch kann selbst der härteste Verfechter des Denkmalschutzes verstehen, dass sich die Stralsunder einen Brunnen im Herzen der Stadt wünschen. Wo man sich treffen, die Seele baumeln lassen und die Füße auch mal eintauchen kann. In dieser Frage bleiben die Hansestädter nämlich hartnäckig. Da ließen sie sich auch nicht davon abhalten, dass bereits vor Jahren ein Gestaltungswettbewerb für einen Brunnen mit einer Ablehnung endete. Auch Blumen — überhaupt mehr Grün und Bänke fehlen den meisten. Das alles in allem war Anlass für die Bürgerschaft, im März die Stadtplaner zu beauftragen, das Konzept für die Sanierung des Alten Marktes zu überarbeiten. Jetzt liegen erste Pläne vor. Gestern wurden sie dem Gestaltungsbeirat im Rathaus vorgestellt und ernteten von dem Fachgremium viel Lob. Auch OB Alexander Badrow dankte seinen Kollegen für „unglaublich viel Mühe im Detail“. So wurden verschiedene Pflaster-Varianten untersucht und eine Orientierung am Bestand favorisiert. Aus Sicht von Badrow könne man mit dem bereits jetzt sehr belebten Alten Markt zu neunzig Prozent zufrieden sein. Er vermisse lediglich noch so etwas wie „den letzten Kick“. Den könnte ein Brunnen liefern. Wie genau so ein Wasserspiel aber einmal aussehen soll, das ist derzeit noch völlig offen, ebenso wie die Zeitschiene. Dafür wurden mögliche Brunnen-Standorte abgeklopft. Bauamtsmitarbeiter waren sogar zu einem Foto-Shooting mit einem Brunnen-Dummy über den Markt gezogen. Historische Bezüge bestehen zur Genüge, wie im geschichtlichen Rückblick von Denkmalpfleger Gunnar Möller deutlich wurde. Denn es gab im Mittelalter nicht nur einen Pranger sondern auch einen öffentlichen Brunnen — in der Nähe des Artushofes. Eine ganz andere Wasser-Beziehung entstand im Zweiten Weltkrieg. 1940 wurde im Zusammenhang mit den ersten Luftangriffen auf der gegenüberliegenden Marktplatzseite — vor dem Commandanten-Hus — ein großer Feuerlöschteich angelegt. Dieses Bild griff der renommierte Hamburger Architekt Prof. Hinnerk Wehberg auf. Er legte „einen ganzen Strauß an Ideen“ zur Gestaltung vor, und begeisterte damit nicht nur Beiratschefin Inken Baller. Wehbergs Büro hat gerade den Altmarkt in Dresden mit einem „Konzert aus Wasserorgeln“ umgestaltet. Und nun würde der 72-Jährige auch gern „das Atmen des Meeres“ auf den Alten Markt holen. Er könnte sich ein ebenerdiges Wasserspiel vorstellen, das immer wieder neue Überraschungen bietet. Wo vielleicht jede siebente Welle überschwappt, wo das Wasser mal da ist, mal wieder nicht, wo sich die Prunkfassade des Rathauses spiegelt... Mit so einer „temporären Wasserfläche“ könnten sich auch Volker Zahn und die weiteren Beiratsmitglieder anfreunden. Nicht erweichen ließ sich Gestaltungsbeirat hingegen, was den Wunsch nach Bäumen oder anderen festen Bepflanzungen betrifft. Das geht nach Ansicht der Experten nun gar nicht. Prof. Baller empfahl größte Zurückhaltung. Auch bei Blumenkübeln. MARLIES WALTHER
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Freitag, 3. Juli 2009
SHV meldet heute Insolvenz an
Stralsund: Tom-Peter Fritz steht heute der unangenehme Gang zum Amtsgericht bevor. Der Geschäftsführer der SHV-Marketing GmbH wird wie erwartet Insolvenz anmelden. "Ich möchte zuvor noch Gespräche mit den Hauptgläubigern führen, aber grundsätzlich ist die Richtung klar", bestätigte Fritz. Die mit geschätzt über 300000 Euro verschuldete Marketing GmbH habe durch den Absturz des Stralsunder HV in die Handball-Oberliga ihre Daseinsberechtigung verloren. Sie war wirtschaftlicher Träger des Profisports. Fritz und Vertreter des Vereins wollen sich am Freitag mit den jungen Spielern zusammensetzen. Das Ziel ist klar: "Wir wollen so viele wie möglich von ihnen halten, um im nächsten Jahr möglichst den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen", unterstreicht Fritz. Fakt ist, dass weitere Leistungsträger den Zwangsabsteiger verlassen werden. Torhüter Igor Levshin ist sich mit dem Zweitligisten Post Schwerin über einen Wechsel so gut wie einig. Kreisläufer Christian Schwarz steht ebenfalls vor dem Absprung. Markus Dau und Frank Wahl bleiben wohl in Loitz. Umworben werden zudem Sven Präkels, Eric Hoffmann und Martin Brandt. Offen ist auch die Zukunft von Trainer Zdenek Vanek. "Ich gehe erst mal zum Arbeitsamt, um die zwei offenen Gehälter noc zu sichern", erklärte der Coach. (OZ)
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Land verschwendet wieder Geld. Warum wird keiner zur Rechenschaft gezogen? (Titel: www.edition-pommern.de)
Der Jahresbericht 2009 des Landesrechnungshofes liegt vor. Ein Vorwurf: Für mehr als 15 000 Euro kauften sich Beamte im ganzen Land Kaffee, Kuchen, Wein und Bier, um sie während interner Beratungen zu verzehren. Das sei unzulässig, hieß es.
SCHWERIN Das Staatliche Museum in Schwerin hat seine Angestellten offenbar mehrmals schwarz arbeiten lassen. Das wirft der Landesrechnungshof der Museumsleitung in seinem gestern vorgestellten Jahresbericht 2009 vor. Das zuständige Kultusministerium hat den Fehler eingestanden und abgestellt. Das Museum finanzierte die Honorare aus seinem Budget für "Vermischtes" - ein Geldtopf, mit dem offenbar auch andere öffentliche Stellen Schwierigkeiten haben. Bildungsminister Henry Tesch (CDU) nahm daraus 600 Euro für den Bus, der einen Schulchor aus Neustrelitz, wo er früher Schulleiter war, 2006 zur Weihnachtsfeier nach Schwerin fuhr. "Dafür ist das Geld nicht vorgesehen", so LRH-Präsident Tilmann Schweisfurth. Für mehr als 15 000 Euro kauften sich Beamte im ganzen Land Kaffee, Kuchen, Wein und Bier, um sie während interner Beratungen zu verzehren. Das ist unzulässig, so Schweisfurth, Bewirtungskosten dürfen nur abgerechnet werden, wenn Gäste dabei sind. Der LRH blieb bei seiner Kritik am Schweriner Sozialministerium und den Sozialverbänden. Seit 1991 vergab das Ministerium 100 Millionen Euro an soziale Beratungsstellen, ohne konkret zu benennen, wofür das Geld im Detail ausgegeben werden darf. Entsprechend wurde auch nicht geprüft, wo das Geld blieb. Der Rechnungshof nahm Stichproben: Von 300 000 Euro, die die Mitglieder des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes 2005 bekamen, wurden fünf Prozent zweckentfremdet. Zweifel hegt der Landesrechnungshof offenbar an den Zählkünsten in Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerium und wirft ihm vor, den Landtag nicht korrekt über den Unterrichtsausfall an den Schulen im Land zu informieren. Offiziell kommt in rund neun Prozent der Stunden ein Vertretungslehrer, wenn ein Kollege krank ist. Aber, so die Rechnungsprüfer, einerseits würden die Schulämter nicht melden, wenn Stunden wegen Hitzefrei oder Glatteis ausfallen. Laut Ministerium fallen diese Stunden kaum ins Gewicht. Andererseits registriert das eine Schulamt so genannte "Stillarbeit" als reguläre Stunde, ein anderes diese Form von Unterricht aber als Ausfall. Das Ministerium hat einheitliche Zählweisen zugesagt. Die Rechnungsprüfer sorgen sich auch um die Selbstständige Schule, die flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt werden soll. Künftig sollen die Schulleiter als "Manager" ihre Schule führen, derzeit fällt vielen von ihnen aber noch schwer, überhaupt eine Dienstreise korrekt zu genehmigen und abzurechnen. So kassierten einige Lehrer Fahrgeld für Fahrten, die keine Dienstreise waren. Andere wiederum warteten monatelang auf ihr Geld, weil der Schulleiter es ihnen verweigerte. Das Justizministerium gab unterdessen seit 1991 rund 22 Millionen Euro für Computersoftware aus, die sonst nirgends in Deutschland benutzt wird. Da der Hersteller seine Programme gut geschützt hat, kann er jede notwendige Änderung die Preise diktieren, fürchtet Schweisfurth. 1,4 Millionen gab das Ministerium aus, um die Justiz-Computer auf ein neues Betriebssystem umzustellen. Die Umstellung wurde abgesagt, das Geld war verloren. Der Landesrechnungshof wartete diesmal nicht nur mit Sparappellen auf. Für die Sanierung von Landesstraßen forderte Schweisfurth indirekt mehr Geld. Das Verkehrsministerium habe selbst in einer Expertise ermittelt, dass rund 52 Millionen notwendig sind, um die Landesstraßen zu erhalten. Es hat aber nur 38,5 Millionen Euro zur Verfügung bekommen. Irgendwann müssten die Straßen deshalb ganz neu gebaut werden, was viel teurer als die Sanierung sei, wie Tilman Schweisfurth warnte. Andreas Frost
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Donnerstag, 2. Juli 2009
Zwei neue Briefmarken mit Motiven aus Vorpommern
Schwerin(dpa): Die Briefmarkenserie "Leuchttürme" wird in diesem Jahr mit dem Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee fortgesetzt. "Briefmarken sind die besten Botschafter für das Ferienland Mecklenburg-Vorpommern", so Kultusminister Henry Tesch. Der Leuchtturm Dornbusch ist ein wichtiges Seezeichen an der deutschen Außenküste zwischen der Halbinsel Darß und Zingst und der Insel Rügen. Der Grafiker Professor Johannes Graf aus Dortmund gestaltete das Sonderpostwertzeichen, das einen Wert von 55 Cent hat. Die Briefmarke ist vom 2. Juli 2009 an in den Filialen der Deutschen Post erhältlich. Das Licht des Leuchtturms Dornbusch scheint aus einer Höhe von 95 Meter über dem Meer 25 Seemeilen hinaus auf der Ostsee. "Dornbusch" wird das teilweise bewaldete 70 Meter hohe Bergmassiv der Insel Hiddensee genannt. Dort wurde von 1887 bis 1888 der 28 Meter hohe Leuchtturm errichtet. Seitdem zählt der Leuchtturm Dornbusch zu den bekanntesten Motiven auf der kleinen Ostseeinsel. Eine weitere Briefmarke mit einem Motiv aus Mecklenburg-Vorpommern kommt in Kürze aus Anlass des 100jährigen Eisenbahnverkehrs zwischen Sassnitz-Trelleborg heraus. Die Geschichte der so genannten "Königslinie" begann am 06.07.1909. An diesem Tag ließen es sich der schwedische Königs Gustav V. und der deutsche Kaiser Wilhelm II. nicht nehmen, den regelmäßigen Eisenbahnverkehr auf der 1897 eingerichteten Postdampflinie zwischen Sassnitz und Trelleborg persönlich zu eröffnen.
Nacht der Literatur & Musik in Bergen auf Rügen
Mit der „Open- Air - Nacht der Literatur & Musik“ möchte die Stadt Bergen auf Rügen eine neue kulturelle Veranstaltungsfacette als Anregung, aber auch als Innovation den Gästen und Bürgern unserer Stadt vorstellen. Bereits der Titel gibt Auskunft über Ort, Zeit und Inhalt dieses Angebotes, das an drei verschiedenen Spielstätten zu drei verschiedenen Literaturthemen in unserer Stadt präsentiert wird. Ziel dieses musikalisch-literarischen Projektes soll es sein, auf unterhaltsame und zugleich bildungsfördernde Weise das vielfältige Thema „Literatur“ den interessierten Gästen nahe zu bringen. Dabei wurde bei der Auswahl der Bücher, Schriften und Texte auf Landes, - Insel – und Bergen – typische Begebenheiten sowohl mit historischem als auch aktuellem zeitlichem Hintergrund Wert gelegt. Die musikalische Umrahmung der Lesungen liegt in den künstlerischen Händen von Musikern und Sängern von der Insel Rügen, deren Soloparts und Instrumentalmusik an diesem Abend die Bandbreite von Blues, Country, Oldies, Swing, Jazz & Rock eindrucksvoll wiedergeben.
Am Samstag, dem 11. Juli in der Zeit von 20 – 24 Uhr laden wir in Bergen auf Rügen ein.
Offener Vollzug in Stralsund eröffnet
Stralsund (ddp/dpa): Bereits seit Mai werden Inhaftierte aus anderen geschlossenen Einrichtungen des Landes hier untergebracht, sagte Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) bei einem Besuch am Donnerstag. Damit werde auch der offene Vollzug in Ueckermünde geschlossen, dessen marode Gebäude mit einem zweistelligen Millionenbetrag hätten saniert werden müssen. Der offene Vollzug fördere Disziplin und Gemeinschaftsfähigkeit, sagte Kuder. Das sei die letzte und wichtigste Stufe zur Einübung der Regeln des freien Lebens. Gefangene würden vorbereitet, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. In den vergangenen Monaten hatten sich in Stralsund Bürger gegen einen offenen Vollzug stark gemacht. Sie befürchten einen Anstieg von Straftaten in einem nahe gelegenen Wohngebiet. In Mecklenburg- Vorpommern jedoch kämen nur nur „handverlesene“ Gefangene in den offenen Vollzug, sagte Kuder. „Die sogenannte Versagensquote bei Gefangenen, die im offenen Vollzug untergebracht sind, lag im Jahr 2007 unter 0,2 Prozent.“ Mit diesem Wert nehme das Land im Bundesvergleich einen positiven Spitzenwert ein.
Kommunalwahl in Anklam für ungültig erklärt
Anklam (hz): Die Stadtvertretung in Anklam hat am Donnerstag auf ihrer konstituierenden Sitzung die Kommunalwahl vom 7. Juni für ungültig erklärt. 14 Parlamentarier votierten für die entsprechende Beschlussvorlage, zehn stimmten dagegen, ein Abgeordneter enthielt sich. Michael Galander von den Initiativen für Anklam (IfA) kündigte am Donnerstag bereits an, er werde das Verwaltungsgericht in Greifswald anrufen. Die Richter sollten die Rechtmäßigkeit der Wahl prüfen, sagte er unserer Zeitung. www.nordkurier.de
Viel Wirbel um „verlorene Regionen“
Ostvorpommern/Uecker-Randow: In den Landkreisen Ostvorpommern und Uecker-Randow sorgt eine Studie des „Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung“ für Verärgerung. Eine der Kernaussagen des umstrittenen Papiers lautet, es mache keinen Sinn, ostdeutsche Regionen mit erheblichen Bevölkerungsschwund noch weiter zu fördern.Diesen Regionen müsse gesagt werden, dass die „grundgesetzlich festgelegte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ nicht mehr gewährleistet werden könne. Ostvorpommerns Landrätin Barbara Syrbe lässt kein gutes Haar an der Studie. „Das können sich nur Großstadt-Wissenschaftler ausgedacht haben“, sagte sie gestern. Der Sprecher des Uecker-Randow-Kreises, Achim Froitzheim, kritisierte, die Macher der Studie würden sogar die grundgesetzlich garantierte Freizügigkeit in Frage stellen. Zudem habe der Auftraggeber, das Bundesverkehrsministerium, offenbar weiche Knie bekommen und einen „Beipackzettel“ geschrieben. Darin werde darauf hingewiesen, dass es aus wissenschaftlicher Sicht rational erscheine, bestimmte Regionen nicht weiter zu fördern, derartige Vorschläge aber für die Bundesregierung „absolut inakzeptabel“ seien. „Außerdem können durch die Aussagen der Berliner Wissenschaftler diejenigen demotiviert werden, die hier bleiben und weiter etwas aufbauen wollen“, erklärte Froitzheim. Syrbe betonte, sie stimme mit dem Uecker-Randow-Kreis vollkommen überein, dass es „unerträglich“ sei, wenn die Berliner Wissenschaftler von verlorenen Landschaften sprechen. In beiden Kreisen werde dagegen mit der Modell-Region und anderen laufenden Projekten versucht, der Abwanderung junger Menschen entgegenzuwirken, in dem ihnen Perspektiven eröffnet werden. So etwas gehe natürlich nicht, wenn man ganze Ortschaften als verloren bezeichnen und aufgeben würde. In der Studie hingegen wird den von Abwanderung betroffenen Regionen lediglich noch „eine angemessene Grundversorgung zugestanden“. Dazu zählen Notfallrettung innerhalb einer bestimmten Frist und die hausärztliche Versorgung. Zudem müssten Ordnungskräfte diese Regionen in angemessener Zeit erreichen können. Andere Versuche, die Folgen der demographischen Entwicklung etwa durch die „vorauseilende Entwicklung von Gewerbeparks zu berichtigen“ seien gescheitert. Oft würde „neues Handeln“ an der bestehenden Schrumpfung vorbei organisiert.
Mittwoch, 1. Juli 2009
8. Internationales Ostblock-Fahrzeugtreffen 2009
....5,6,7,8! Es heißt wieder herzlich willkommen zum zum 8. Ostblock-Fahrzeugtreffen. Nachdem 2008 über 3.000 Teilnehmer und 10.000 Tagesbesucher mit über 700 Fahr- und Flugzeugen aller Art den Weg zu uns gefunden haben, steht es außer Frage daß wir weitermachen. Für den Technikverein Pütnitz ist dies ein Ansporn auch im Jahr 2009 wieder alles für Euch zu geben, vieles noch besser zu machen, um Euch eine angenehme und erlebnisreiche Woche auf dem Vereinsgelände des Technik-Verein Pütnitz zu ermöglichen! Wir freuen uns im Juli wieder Tausende Freunde und Liebhaber alter Ostblock-Fahrzeugtechnik, aus ganz Europa, zusammen mit Ihren Fahrzeugen bei uns zu begrüßen, wenn es dann wieder heißt - Herzlich willkommen zum 8. Internationalen Ostblock-Fahrzeugtreffen 2009.
Das Ostblock-Fahrzeugtreffen findet wie immer traditionell am ersten, ganzen Juli-Wochenende statt. Diesmal vom 03. Juli - 05. Juli 2009 (Freitag bis Sonntag). Ihr könnt, wie auch schon in den Vorjahren, früher anreisen. Bereits ab Samstag den 27. Juni, stehen allen Teilnehmern des Ostblock-Fahrzeugtreffen unsere Zeltplätze zur Verfügung! Das heißt eine Woche Urlaub, direkt am Wasser, zum Minimal-Tarif (5,- Euro pro Tag / pro Person - bis Donnerstag). In diesem Unkostenbeitrag sind Wasser, Toilettennutzung, Museum, Zeltplatz und Müllentsorgung enthalten. Für die Tage bis Freitag gilt Selbstverpflegung.
Das Treffen findet auf dem Vereinsgelände des "Technikverein Pütnitz" statt. Dieses liegt auf dem ehem. russischen Militärflugplatz Pütnitz bei Ribnitz/Damgarten (ca. 30 km östlich von Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Postleitzahl 18311), direkt am Saaler- Bodden und inmitten herrlicher Natur der Saaler Boddenlandschaft.
mehr infos unter: technikverein-puetnitz
Barther Metal Open AIR

Dienstag, 30. Juni 2009
100 Jahre Königslinie Sassnitz – Trelleborg
ab 29. 05. Sonderausstellung im Glasbahnhof des Sassnitzer Stadthafens
03. – 04. 07. Schwedisch-deutsches Volksfest in Trelleborg
02. 07. Sonderpostamt im Rathaus
04. – 05. 07. „Sail Sassnitz“ im Stadthafen Sassnitz mit Treffen alter Segelschiffe, Sonderpostamt und am Samstag mit der NDR-Sommertour
05. 07. Offizielle Übergabe der Sonderbriefmarke „100 Jahre Eisenbahnfährverbindung Sassnitz – Trelleborg“ durch die Deutsche Post AG im Stadthafen
06. 07. Jubiläumsfahrt des Fährschiffes „Sassnitz“ mit traditionellem Zwischenstopp im Stadthafen Sassnitz Begleitung des Auslaufens durch Traditionsschiffe Sonderpostamt an Bord mit Schiffspostsonderstempel
Festveranstaltung in Trelleborg
04. - 12. 07. Zusätzliche Jubiläumsausstellung im Glasbahnhof mit Fachvorträgen, Diashows, Gesprächsrunden und Sonderverkäufen
10. – 12. 07. Rügener Hafentage mit vielen Höhepunkten Kulturprogramm, Höhenfeuerwerk „Mole in Flammen“
11. 07. Empfang der Stadt Sassnitz zum Jubiläum mit Festkonzert des Sinfonieorchesters der freien Musikschule Berlin-Dahlem im Glasbahnhof
Weitere Informationen, insbesondere auch zur Geschichte der "Königslinie",
Montag, 29. Juni 2009
Stralsunder-HV vor einem Scherbenhaufen. Das Team zerfällt, die Marketing GmbH ist pleite.
Stralsund: "Das war einer der schlimmsten Tage in meinem Leben." Als Dirk Schönemann in der Nacht zum Samstag nach Stralsund zurückkehrt, fühlt er sich leer, entäuscht und niedergeschlagen. Der wochenlange Kampf um die Lizenz hat auch beim Gesellschafter der SHV-Marketing GmbH Spuren hinterlassen. Schönemann hatte sich am Freitag zusammen mit Vereinschef Hans-Jörg Vellguth und Manager Jörg Dombdera auf den Weg nach Dortmund gemacht und das Präsidium der Handball-Bundesliga (HBL) um Gnade gebeten. Vergeblich. "Eine Gnade war nicht möglich, da wir seit dem Lizenzentzug nicht mehr Mitglied der HBL sind. Wir wären auch nicht zur Mitgliederversammlung zugelassen worden", erläuterte Schönemann. Damit ist der Absturz des Stralsunder HV in die Oberliga endgültig besiegelt. "Mit tut es für die Fans, die Stadt Stralsund und die Sponsoren in der Seele weh, dass da Kapitel Profi-Handball beendet ist", sagte Dombdera. Zuvor hatte der Ligaverband auf die Vorwürfe des SHV reagiert. "Der Stralsunder HV hat keine Lizenz für die Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Handball-Bundesliga bekommen, da der Verein die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die Saison 2009/2010 nicht nachgewiesen hat", heißt es in einer Pressemitteilung. Bislang hatte der Liga-Verband die Lizenzverweigerung stets damit begründet, dass die "Bedingungen, an die die Erteilung der Zweitligalizenz zwingend geknüpft waren, nicht erfüllt worden waren". Pikant zudem: Die HBL hat bereits am 21. Juni, also zwei Tage vor der Verhandlung vor dem Schiedsgericht, den Spielplan für die neue Zweitliga-Saison veröffentlicht - der SHV spielte schon zu diesem Zeitpunkt offenbar keine Rolle mehr. Dombdera wollte dies nicht kommentieren: "Es ist nicht der Zeitpunkt, mit Fingern auf andere zu zeiten."
Der SHV hatte der HBL zuvor "mangelnde Fürsorgepflicht" vorgeworfen. Der eingeschlagene Weg, sich den Problemen und der Vergangenheit zu stellen, langfristig Schulden abzubauen und nicht in die Insolvenz zu gehen, sei "mit Füßen getreten" worden. Dem entgegnete die HBL: "Die Lizensierungskommission hat die Anstrengungen des Stralsunder HV, trotz gravierender finanzieller Probleme eine Insolvenz zu vermeiden, bei seinen Entscheidungen sehr wohl berücksichtigt. Aus diesen anerkennenswerten Bemühungen ergibt sich jedoch kein Anspruch, von den Vorgaben der Lizensierungsrichtlinien abzuweisen". Falls der SHV den Totalcrash halbwegs verkraftet und schnell den Neuanfang vorantreibt, könnte der Verein theoretisch in zwei Jahren die Rückkehr in die 2. Liga feiern. "Das würde ich mir für alle Beteiligten wünschen - vor allem für diese wunderbaren Fans, die uns wahnsinnig unterstützt haben", betonte Dombdera, der als Geschäftsführer zum Handball-Landesverband zurückkehrt. Beendet ist sein Engagement beim SHV aber noch nicht. "Jetzt kommt die schwerste Arbeit. Es muss ja noch aufgeräumt werden." Weder Trainer Zdenek Vanek noch die Spieler haben Verträge für die Oberliga. Sie werden sich nach neuen Arbeitgebern umschauen müssen. Vor dem Aus steht auch die mit rund 300000 Euro verschuldete Marketing GmbH. Der Gang zum Amtsgericht wird in Kürze erfolgen. Das wird der nächste bittere Tag - nicht nur für Dirk Schönemann. STEFAN EHLERS
www.stralsunder-hv.de
Ozeaneum-Chef Benke: Alle Erwartungen übertroffen
Stralsund (ddp): Mehr als 880 000 Besucher haben bislang das vor einem Jahr eröffnete Ozeaneum Stralsund besichtigt. Ursprüngliche Kalkulationen mit jährlich 550 000 Gästen sind damit weit übertroffen worden. Über ein erstes Fazit zur neuen Ausstellung über Europas Kaltwassermeere sprach ddp-Korrespondent Ralph Sommer mit dem Walforscher und Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Harald Benke.
Der jüngste Museumsneubau in Deutschland ist ein voller Erfolg. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Benke: Alle unsere Erwartungen wurden übertroffen. Das überraschend große Interesse beschert nicht nur unserem Meeresmuseum deutlich mehr Einnahmen als erwartet. Die ganze Stadt profitiert von der neuen Einrichtung. Die Zahl der Übernachtungen in Stralsund soll in den vergangenen Monaten um 44 Prozent gestiegen sein. Ein Hotelier sagte mir kürzlich, bei der Auslastung seines Hauses gebe es kaum noch einen Unterschied zwischen Haupt- und Nebensaison.
Es gab aber auch kritische Stimmen über den Komplex.
Benke: Das bleibt unbestritten. In den ersten Monaten nach der Eröffnung konnten wir noch nicht alle Aquarien komplett zeigen. Das hat manchen Besucher enttäuscht, obwohl wir deshalb die Eintrittspreise anfangs noch etwas herabgesetzt hatten. Mancher hatte wohl auch so etwas wie ein Science Center erwartet. Aber wir haben immer gesagt: Wir sind kein Erlebnis-Park, sondern ein Museum, das moderne Medien einsetzt, wo es sinnvoll ist. Inzwischen ist die Zahl der kritischen Gästebucheintragungen übrigens deutlich zurückgegangen.
Zum Ozeaneum-Komplex gehört auch ein mittelalterlicher Hafenspeicher, der zum Kongresszentrum ausgebaut wurde. Wie wird das Angebot angenommen.
Benke: Wir waren inzwischen Gastgeber für etwa 70 Veranstaltungen mit rund 15 000 Teilnehmern, darunter die Kultusministerkonferenz und zahlreiche maritime Fachveranstaltungen. Das Ozeaneum wurde zu einer Plattform für den Erfahrungsaustausch. Unser Konferenzsaal ist fast komplett ausgebucht. Inzwischen rüsten wir die Konferenztechnik sogar nach. Gerade erst wurden ein neue Bühne und eine Mikrofonanlage gekauft.
Wie geht es weiter mit der bisherigen Ausstellung im Katharinenkloster?
Benke: Mit dem Umzug der Ost- und Nordsee-Bewohner ins Ozeaneum haben wir Platz bekommen für eine vergrößerte Mittelmeerausstellung. Wir konzentrieren uns dort auf die tropischen, bunten Meereswelten. Geplant sind ein großes Riffaquarium, ein Garnelenbecken und die Präsentation von Tieren, die bislang nicht oder nur im Verborgenen gezeigt wurden. Die Ostseeausstellung wird komplett überarbeitet. Zudem stehen Umbauarbeiten im Foyerbereich an. Außerdem können wir unseren völlig überfüllten Museumsspeicher im Dachboden entlasten. In einem Nebengebäude des Ozeaneums entsteht ein Depot für unsere einzigartigen Sammlungen. Dort sollen eines Tages auch Führungen angeboten werden.
www.nordkurier.de
Magie der Nacht
Vineta Museum Barth, Lange Str. 16
Vom 12.06.2009 bis 08.10.2009 tägl. von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet
Der am 25. September 1834 in Triebsees (Nordvorpommern) geborene Maler Louis Douzette ging in die pommersche Geschichte als Mondscheinmaler ein. Er hat nicht nur im Mondschein gemalt, aber diese Form des künstlerischen Ausdrucks hat er immer weiter verbessert und vervollständigt. So ist es nicht verwunderlich das er mehrere Würdigungen erhielt. Unter anderem bekam er 1896 von der Berliner Akademie der Künste den Professorentitel verliehen und 1910 wurde er von der Stadt Barth zum Ehrenbürger ernannt. Louis Douzette ist unter anderen auch Gründungsmitglied des Pommerschen Künstlerbundes 1916 in Stettin gewesen. Er starb am 21. Februar 1924 im Alter von 89 Jahren in der vorpommerschen Stadt Barth. Nur wenige Arbeiten sind von ihm bekannt, da sich die meisten in Privatbesitz befinden. Sie sollten die Gelegenheit nutzen und diese Ausstellung besuchen. Edition Pommern
Information über Wehrmachtsgefängnis Anklam gesucht
• Wer kann Auskunft über Geschenisse im ehemaligen Wehrmachtsgefängnis im Zeitraum 1939-1945) geben?
• Wie waren die Räumlichkeiten ausgestattet?
• Wer verfügt noch übner Bild- und Informationsmaterial des ehemaligen Wehrmachtsgefängnisses?
• Wo befinden sich noch Gegenstände von damals
Infos direkt an info@friedenszentrum-anklam.de
oder über uns
Welterbestädte Stralsund und Wismar auf richtigem Weg
Welterbestädte Stralsund und Wismar auf richtigem Das UNESCO-Welterbekomitee hat das Dresdner Elbtal bei seiner 33. Tagung im spanischen Sevilla von der Liste des Welterbes gestrichen. Nach nur fünf Jahren verliert die Kulturlandschaft den wertvollen Titel, nachdem es bereits seit 2006 auf der Liste des gefährdeten Welterbes stand. Die Hansestädte Stralsund und Wismar bedauern, dass es so weit gekommen ist und Dresden den Welterbetitel verloren hat. Für uns bedeutet das umso mehr, die Empfehlungen und Hinweise der Beratungsgremien der UNESCO und ICOMOS ernst zu nehmen. Die Welterbebeiräte unserer beiden Städte haben bisher bei all ihren Entscheidungen die Zustimmung von ICOMOS gefunden. Das bedeutet, dass wir den richtigen Weg des Umgangs mit unserem Welterbe eingeschlagen haben. Als einzige Welterbestätte in Mecklenburg-Vorpommern sind sich die Hansestädte Stralsund und Wismar darüber hinaus ihrer eigenen Verantwortung bewusst, das Welterbe-Programm der UNESCO umzusetzen. Bereits 2001 haben sie deshalb gemeinsam die Deutsche Stiftung Welterbe ins Leben gerufen, um in ihrem Erhalt gefährdete Welterbestätten zu unterstützen sowie zur Ausgewogenheit der Welterbeliste beizutragen. Zur Zeit befinden sich 877 Stätten auf der Welterbeliste der UNESCO. Doch viele von ihnen sind unzureichend geschützt oder können aus den unterschiedlichsten Gründen nicht adäquat erhalten werden. Einige Staaten können überdies keine Stätten zur Nominierung vorschlagen, weil personelle und/oder finanzielle Ressourcen zur Antragstellung fehlen. Die Anerkennung als UNESCO-Welterbe ist ein verpflichtendes Versprechen an heutige und an alle künftigen Generationen. Es ist die gemeinsame Verantwortung aller Menschen für das kulturelle und natürliche Erbe der Welt Sorge zu tragen. Die Hansestädte werden daher um so entschiedener in ihrer Arbeit fortfahren, zum Erhalt anderer schützenswerter Stätten der UNESCO aktiv beizutragen. Gemeinsame Presseerklärung Hansestadt Wismar und Hansestadt Stralsund
Gründung des Stadtmarketing Stralsund
Die öffentliche Veranstaltung findet um 19:00 Uhr im Löwenschen Saal des Rathauses statt. Nach der Begrüßung der Teilnehmer der Veranstaltung durch Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow schließt sich der eigentliche Gründungsakt des Stadtmarketing Stralsund e.V. an. Ziel des Stadtmarketingvereins soll es sein, die Attraktivität und Anziehungskraft der Hansestadt Stralsund zu stärken, um im Wettbewerb der Städte und Regionen erfolgreich zu sein. Die Mitglieder des Vereins haben die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung der Stadt als Wohn-, Arbeits- und Erlebnisstandort mitzuwirken. Es geht darum, Ideen einzubringen, und mitzuhelfen, umsetzbare Vorschläge für aktuelle Probleme und zukünftige Aufgabenstellungen zu entwickeln. Durch den Stadtmarketingverein entsteht eine neue Form der organisierten Kommunikation. Unterschiedliche Auffassungen werden in Arbeitsgruppen offen diskutiert, Aktivitäten werden abgestimmt und Kräfte gebündelt. www.stralsund.de
Sonntag, 28. Juni 2009
Die Jomswikinger - eine Kriegergemeinschaft Lutz Mohr (Diplomhistoriker)
In Verbindung mit der Erforschung des legendären Vinetas in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, jenem bedeutenden frühmittelalterlichen slawischen Seehandelsplatz Pommerns, der heute mit Wollin auf der gleichnamigen polnischen Ostseeinsel identifiziert wird, beschäftigte sich die Wissenschaft mehr oder minder mit dem damit in Zusammenhang stehenden kontroversen Problemkreis der Jomswikinger, ihrer Jomsburg und dem Gau Jom an Pommerns Küsten. Eine jüngere Publikation zur Wikingerforschung, die von einem international anerkannten Wissenschaftlerteam aus Nord- und Westeuropa und den USA im Herbst des Jahres 2000 in deutscher Erstausgabe vorgelegt wurde, nimmt sich ebenfalls dieser bisher nicht endgültig geklärten Thematik an und spricht von den Jomswikingern als "...einem äußerst disziplinierten Kriegerverband, der angeblich in der Jomsburg an der Südküste der Ostsee stationiert war. Diese Festung, die Adam Jumne nennt, war von Harald I. Blauzahn gegründet worden, der dort nach dem Aufruhr seines Sohnes Zuflucht gesucht habe" (P. Sawyer, N. Lund 2000, S. 178). Während über die Wikinger und ihre Zeit, eben die "Wikingerzeit" (8. bis 11. Jahrhundert), im Allgemeinen eine Vielzahl von Quellen und Literatur existieren, sind es im Besonderen über die Jomswikinger nur wenige. Sie fanden in der Forschung wahrscheinlich deswegen weniger Beachtung, da die Jomsburg im Gegensatz zu Vineta archäologisch noch nicht nachgewiesen werden konnte und demzufolge von verschiedenen Wissenschaftlern die Existenz dieser besonderen Wikingergemeinschaft von Seekriegern und wehrhaften Siedlern in Pommern, die später Piraten wurden, gar geleugnet bzw. als bloßes prosaisches Produkt des Mittelalters herabgewertet wird. Um Vineta, die Jomswikinger und die Jomsburg entstand somit ein Jahrhunderte langer Gelehrtenstreit, der in Details bis heute nicht abgeklungen ist. Aber schon der Altmeister der pommerschen Landesgeschichtsforschung, Professor Dr. Martin Wehrmann (1861-1937), dessen Hauptwerk "Geschichte von Pommern" (1921), bis heute grundlegend ist, bekannte sich darin zur Existenz der Jomswikinger und ihrer Jomsburg in Pommern, indem er feststellte: "Die geringe Macht der an der Südküste der Ostsee wohnenden Stämme mussten die Dänen dazu führen, Stützpunkte für ihre Unternehmungen friedlicher oder kriegerischer Art zu suchen. Von den wenigen Orten der Slawen, die für Handel und Verkehr Bedeutung hatten, scheint der wichtigste Julin (=Wollin, L.M.) gewesen zu sein.... Daher ist es zu erklären, dass die Dänen, die ja die Herren auf See waren, eine feste Niederlassung begründeten und von der Jomsburg aus sich den Ort (Wollin, L.M.) und die Landschaft (Gau Jom, L.M.) untertan machten.... Die dort eingesetzten Häuptlinge oder Jarle machten sich im Laufe der Zeit von ihren heimischen Herrschern immer unabhängiger und begründeten mit ihren Scharen, den Jomswikingern, später einen eigenen Seeräuberstaat. Weiterlesen? unter www.edition-pommern.de